Lutz van Dijk, Verdammt starke Liebe
Stefan ist vierzehn Jahre alt, als sich mit dem Überfall Deutschlands auf Polen im Sommer 1939 sein Leben über Nacht ändert. Er, der immer ein guter Schüler war, darf nun nicht mehr die Schule besuchen, sein Vater wird als Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert. Zweieinhalb Jahre später geht es für ihn und seine Familie nur noch ums Überleben. Da lernt er Willi kennen, einen jungen deutschen Soldaten, kaum älter als er selbst. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick – doch Liebe zwischen Männern darf nach nationalsozialistischer Ideologie nicht sein. Trotz der ungeheuren Gefahr, die eine Beziehung für sie beide bedeutet, gehen sie das Wagnis ein.

Nach einigen Monaten des heimlichen Glücks wird Willi an die Ostfront versetzt. Stefan ist verzweifelt. Als er über Wochen keine Nachricht von Willi erhält und sich Gerüchte mehren, dass die deutsche Armee bei Stalingrad eingekesselt ist, schreibt er ihm einen verhängnisvollen Brief. Wenig später wird er verhaftet, gefoltert und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Stefan überlebt in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern den Krieg – doch was aus Willi geworden ist, erfährt er nie.

Das Buch ist aus der Sicht des jungen Stefan geschrieben und erzählt seine Lebensgeschichte und seinen Traum von einem Leben so wie er es leben möchte. In Willi hat er die Liebe seines Lebens gefunden die durch den Abmarsch nach Russland auseinander gerissen wurde. Im Laufe des Romans erfährt man immer wieder das es an der Liebe festhält und immer wieder an Willi denkt und sich Sorgen um den Geliebten macht. Doch es ist nun mal eine Trennung für immer. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite so geschrieben das ich es nicht weglegen wollte.

(KCM Buchnummer 2014031)

 

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